Die Werkstoffe

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Stahl

Ich schmiede vorwiegend Küchenmesser aus Kaltarbeitsstahl. Meine bevorzugten Stahlsorten sind nicht rostfrei und haben meist einen Wolframanteil. Zugegebenermaßen bin ich kein Freund von rostfreien Stählen. Ich bin davon überzeugt, dass ein außergewöhnliches Küchenmesser auch eine etwas intensivere Pflege erwarten darf. Bei Messern aus nicht rostfreien Stählen sollte nach dem Gebrauch ein Abwaschen folgen und anschließend sollten sie sofort abgetrocknet werden. Bei Nichtbenützung über von mehr als einer Woche sollte die Klinge mit wenig Öl eingerieben werden (Rostschutz). 
Die meisten rostfreien Werkzeugstähle weisen zwar eine leicht erhöhte Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit auf, haben aber oftmals eine ziemlich grobe Karbidstruktur. Karbide sind Hartphasen im Stahl welche unterschiedlich groß sein können. Da die Karbidgrösse für die Schärfe entscheidend ist, benütze ich vorwiegend Stahl mit sehr feinen Karbiden, Größe ca. 0.5 – 2.5. µm. Als Vergleich, einige rostfreie Stähle haben in der Regel Karbidgrössen zwischen 8 – 60 µm, somit ist die Schärfe dementsprechend gröber bzw. schlecht! Der Verwendungszweck sowie die Fähigkeiten des Benützers sind entscheidend, welcher Stahl mit wie viel Kohlenstoff gewählt wird.

  • Haumesser für Knochen/Holz (Schockbelastung sehr hoch) fertige ich aus C60 oder C70 = 0.6%-0.8% C
  • Küchenmesser mit sehr feiner schneide (Druckschnitt) fertige ich aus 1.2008 / 1.1645 / 1.2513 / 1.2516
  • Küchenmesser (Druckschnitt und Zugschnitt) fertige ich aus 1.3505 / 1.2562

 

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Holz

Holz weist eine sehr interessante Maserung auf und ist berührungsangenehm. Ich verwende sehr gerne Hölzer mit auffälligen Farben und Strukturen sowie hoher Dichte. Einheimische Holzer finde ich besonders interessant, da sie ökologisch weniger bedenklich sind.

  • Apfel
  • Birne
  • Esche
  • Zwetschge
  • Nuss
  • Palisander
  • Olive
  • Pink Ivory
  • Mopane
  • Schlangenholz
  • Bocote
  • usw.

Büffelhorn

Die hervorragende Beständigkeit gegen Feuchtigkeit, der edle tiefschwarze Farbton, die einfache Bearbeitung und die Natürliche Herkunft, sind wichtige Attribute dieses Materials. Es wird traditionell für Japanische Messergriffe verwendet.

Mammutelfenbein

Ich verwende explizit kein Elefantenelfenbein, da ich absolut gegen die Wilderung der übriggebliebenen Elefanten bin.  Auch mit CITES-Zertifikat glaube ich, dass die kriminelle Energie höher ist als die Schutzmassnahmen durch CITES greifen können. Mammutelfenbein ist im Gegensatz sehr unproblematisch, weil das Tier bereits ausgestorben ist. Es ist zwischen 10’000 und 20’000 Jahre alt, somit entstammt Mammutelfenbein einer längst vergangenen Epoche der Menschheitsgeschichte. Dies macht Mammut-Elfenbein zu einem faszinierenden und einzigartigen Rohstoff. Mammutelfenbein ist etwa ein Fünftel schwerer als Elefantenelfenbein. Die Härte entspricht der Härte von Gold.